Liebes ichbinnochda-Team,
ich selbst bin seit über 4 Jahren an CFS und Post-Covid erkrankt. 31 Jahre jung und nun seit 2 Wochen “endlich” voll Erwerbsgemindert und Rentnerin. Ich denke ihr bekommt so viel Geschichten daher umgehe ich mal das Thema was macht die Krankheit mit Körper & Seele, wie sehr veränderte diese mich und mein Leben. Ein großer Punkt bei mir war und ist das finanzielle Thema. Wir werden völlig vergessen. Ich lebe in einer Beziehung ergo Bedarfsgemeinschaft. D.h. mein Partner zählt bei den meisten Stellen mit dazu, sein Einkommen etc.. Jedoch finde ich das er NICHT für mich und meine Krankheit bzw. finanzielle Lage zuständig ist. Natürlich unterstützt er mich wo er nur kann aber das hat meiner Ansicht nach einfach auch Grenzen. Wir sind nicht verheiratet. Jedoch ist die Sachlage des zuständig sein ganz klar laut Gesetz. Ich erhalte kein Wohngeld, Bürgergeld, Krankengeld etc. nur die Erwerbsminderungsrente. Das reicht nicht zum Leben. Zu überlegen ob ich mir Physiotherapie, Osteopathie, spezielle Medikamente oder sonstige hilfreiche Behandlungen leisten kann obwohl ich es dringend brauche aber nicht holen kann weil das Geld gerade so für einen kleinen Teil der Miete und Essen reicht kann einfach nicht sein. Ich möchte gesund werden, ich möchte mich nicht mit Ämtern etc. streiten, in Widerspruch gehen etc. nur um ein paar Euro mehr zu bekommen. Dafür habe ich keine Kraft und Energie. Ich bin leider zu krank dafür um mich darum zu kümmern. Das kann einfach nicht sein. Wir brauchen die finanzielle Unterstützung der Politik für wichtige Hilfsmittel, Behandlungen etc. das sollte keine Frage des Einkommens, Status oder Herkunft sein! Es würde mir die Welt bedeuten, wenn ihr diesen wichtigen Aspekt in eurem Film einbaut.
Danke für eure Initiative, Mühe, Kreativität und Energie. Wir Betroffene Danken euch! Richtig recherchierte Fakten und echte Geschichten werden dazu beitragen noch mehr über die Krankheit zu berichten. Vor allem die ungeschönte Wahrheit von uns Betroffenen. Alles Liebe für Euch, Clari