Heute 62 Jahre alt, März 2020 beginnt meine “Geschichte” mit milder COVID Erkrankung, damals als Bronchitis verkannt, bis dahin berufstätig und viel Sport gemacht, ohne Vorerkrankungen, nicht adipös, gesunder Lebens- und Ernährungsstil.
Nach 3-4 wöchiger Erkrankung nicht richtig fit, Arbeitsversuch gescheitert und weitere 3 Wichen später nach erster kleiner Radtour komplett gecrasht und über Monate fast komplett bettlägerig. Spießrutenlauf zu Ärzten mit anschließenden Crashs, keine Diagnose, Long COVID bis dahin unbekannt. Viele Untersuchen, erst Antikörpertest (private Recherchen und daraufhin diesen durchgeführt) bringt Klarheit. NEM, viel Ruhe incl. IHHT Therapie als Selbstzahler, dann 1. von insgesamt 3 Rehas (Heiligendamm, dannKonstanz. Gailingen)
Symptome: Brainfog zT wie Demenz, POTS, Erschöpfung nach Belastung incl. Grippesymptome, Muskelschmerzen, Herzrhythmusstörungen, Schmerzen und Engegefühl Brust
Heute nach wie vor (milde) ME/CFS, muss viel Pacing betreiben nach Belastung (Termine, Haushalt, Sporteinheiten)
Beruf nicht möglich, auszuüben. Arbeitgeber Sparkasse zeigte Missfallen und hatte keinerlei Verständnis für lange Zeit der Krankschreibung, Verlust der 10 Jahre lang ausgeübten Tätigkeit/Stelle ( Arbeitsplatz- keine Kündigung!) noch vor Antritt der ersten Reha im Herbst 2020 (Bankkauffrau)
jetzt befristete Erwerbsminderungsrente
2020-2024 aktives Teammitglied von Long COVID Deutschland, 2020-2022 an mehreren Presseberichten mitgemacht zur Aufklärung über LC (RTL, Spiegel, Stern usw.)
Mein Instagram Account über mich und Long Covid
ute_nu_lc
Hier gibt es auch ein kleines Reel zum 6. Jahrestag und die Veränderungen in meinem Leben mit LC bzw. ME/CFS
Ärzte suche ich inzwischen so gut wie keine mehr auf solange es keine eindeutigen Biomarker gibt, versuche auf meinen Körper zu hören und mich auszuruhen, wenn nötig, auch wenn es für das Umfeld manchmal schwer zu verstehen ist, man sieht ja die Krankheit nicht, deshalb wurde der Freundeskreis im Laufe der Jahre auch sehr klein.