Kirsten Eva v.D. | 47

Im Oktober 2023 trat ich nach einer OP eine REHA Massnahme in Bad Westernkotten an. Ich trug bei allen Aktivitäten selbstschützend eine Maske. Nur beim Essen nicht. Nachdem ich mich dort mit Covid infiziert hatte, erfuhr ich, dass auch positiv Getestete inmitten der anderen im Speisesaal assen.
Ich erholte mich nicht, nach durchlebter Infektion.
Meine Symptome waren körperliche Schwäche, Zittrigkeit, Atemnot. Es fiel mir schwer, mich zu konzentrieren, ich fühlte mich ständig geistig benommen, die Augen wollten jederzeit zufallen.
Ich lag ca. 22Std täglich. Meine selbstständige Tätigkeit auszuführen fiel mir schwer, ich musste meine Arbeit sehr minimieren, was zu existenziellen Sorgen und Nöten führte.
Mein Schlaf war mangelhaft.
Glücklicherweise war ich nicht auf Hilfe angewiesen, sondern konnte selbst eingeschränkt einkaufen und kochen. Ich nutzte Walkingstöcke, sie gaben mir den nötigen Halt.
Ich stellte meine Ernährung um, nachdem ich zum Thema Post Covid einen interessanten Beitrag der Ernährungsdocs gesehen hatte. Viele Ballaststoffe, frisches Gemüse, Obst, wertige Fette, wenig Fleisch, kaum Zucker.
Mein Arzt hatte keine Idee, um mir helfen zu können.

Im März 2025 ging es mir langsam stetig besser. Ich hatte mehr Energie, konnte klarer Denken. Nach 4 Wochen ging es mir so gut, dass ich mir einen Urlaub in Bayern (nebst 8 Std Fahrt dorthin) zutraute. Ich fühlte mich, als hätte es Post Covid nie für mich gegeben.
Es war herrlich. Oft weinte ich vor Glück. Dieses wiedererlangte freie Gefühl im Kopf war himmlisch !!!

Am 9.Mai 2025 erfolgte ein ungerechtfertigter, bösartiger Rufmordangriff (geschäftlich) auf mich. Ich erhielt Hausverbote, mein erster Anwalt arbeitete sich nicht ins Thema ein. Ich wechselte 3x den Anwalt, war tief verletzt und stark in meinem Geschäftsleben irritiert, kann mit Ungerechtigkeit nicht umgehen.
4 Wochen später setzten die mir bekannten Schmerzen wieder ein. Ich lag erneut den überwiegenden Teil des Tages. Brainfog und Fatigue traten mich ständig begleitend auf.
Weihnachten 2025 infizierte ich mich erneut mit Covid.

Es geht mir schlecht. Ich liege viel, in meinem Kopf ist es permanent wie bei einem heftigen Kater. Es fällt mir schwer, zu kombinieren, mich zu fokussieren. Ich fühle mich erschöpft, gleichsam innerlich höchst nervös und schnell von Unvorhergesehenem überfordert.
Ich sagte neulich meinem Arzt, ich hätte, rein theoretisch!, suizidale Gedanken. Er sagte, vorher sollte ich dann aber bei ihm vorbeikommen. Ich fragte, wie/ob er mir dann helfen könne … (?)
Worauf er entgegnete: „Sie sind über !8 Jahre, wenn Sie nicht mehr können, können Sie sich natürlich das Leben nehmen.“

Ich bin verzweifelt. Ja, ich bin letztes Jahr herausgekommen, aus diesem schrecklichen, für andere unsichtbaren, Käfig. Nur weiss ich nicht, wie und wodurch. Mir ist nicht klar, was dazu führte, dass sich mein Zustand vor 1 1/2 Jahren derart ins Gute verbesserte. Ich suche den Schlüssel und finde ihn nicht. Ich möchte glauben, dass es allein die Zeit richtet. Allein Hoffnung braucht Energie, und die habe ich nicht.