Katharina | 71

Seit 5 Jahren erkrankt, bin ich seitdem arbeitsunfähig, mittlerweile berentet mit Mitte 40! Ich habe Vollzeit in einem sozialen Beruf mit kleinem Team gearbeitet, meine Arbeit geliebt und viel dafür gegeben.! Es war ein gutes, familiäres Team. Ganz am Anfang der Erkrankung kam ein großer Gruß mit lauter liebevollen Geschenken zu Weihnachten von vielen vom Team. Nach wenigen Monaten meldeten sich nur noch vereinzelte KollegInnen und die Leitung. Das dünnte nach und nach aus. Ich konnte keinen Kontakt halten, da die Krankheit mich im Griff hat und ich schon mit dem normalen „Lebenserhaltungsprogramm“ mehr als genug zu tun habe. Konnte nur reagieren, wenn sich jemand meldete. Das war wohl zu wenig… keine Kontakte mehr. Und bald kam dann auch die Krankheitsbedingte Kündigung. Seitdem höre ich von niemandem aus dem Team mehr etwas.

ME macht einsam. Man kann kaum Kontakte halten, möchte es doch aber so gern. Man muss ständig Einladungen absagen, bis keine mehr kommen. Spontane Besuche fordern hohen Tribut, man kämpft tagelang mit den nachfolgenden Symptomexplosionen (PEM, PENE, Crash).
Spzialleben ist eingestampft, obwohl es doch gerade jetzt so wichtig wäre, Menschen an der Seite zu haben, die mit einem diese schlimme Zeit gemeinsam durchstehen!

Danke an die, die bleiben und uns sehen!!!