Hallo, mein Name ist Gabriela ich bin 29 Jahre alt und mir wurden vor 4 Monaten POTS und ME/CFS ärztlich Attestiert.
Angefangen hat alles 2021 – Zwei Corona Impfungen mit Moderna, die mich beide Male ins Krankenhaus gebracht haben. Nach der ersten Impfung erlitt ich 2 Tage später eine Brustdrüsenentzündung. Nach der zweiten Impfung bekam ich 3 Tage später hohes Fieber und hatte zwei Wurzelkanalentzündungen und eine Nasennebenhöhlen Entzündung, die bis heute immer wieder chronisch auftaucht. 2023 hatte ich dann eine Corona Infektion, mit der dann alles so richtig begann. Ich erholte mich nach der Infektion nicht, war immer krank. Kein Schmecken, kein riechen, dauerhafte Krankheitssymptome. Ende 2024 dann der Schlag: Auf einem Festival bekam ich starken Drehschwindel und hatte so starken Druck im Kopf, dass ich dachte mein Kopf würde jede Sekunde platzen. Zahlreiche Besuche bei Allgmeinmedizinern bis hin zu 31x Notaufnahme innerhalb von 2 Jahren ergaben immer nur die Aussage: Sie haben Psyche, sie sind gesund. 2025 entwickelte ich meine ersten Herzpalpilationen die mit starken Herzrhythmusstörungen einher gingen. Ich habe heute eine Mitralkappeninsuffizienz, die vorher nicht da war. Nachdem ich 6x den Hausarzt gewechselt habe, konnte mein jetziger Arzt mir endlich eine Stimme geben und hat sich um meine Symptome gekümmert. Unzählige Blutuntersuchungen, Tests und Zustandsverschlimmerungen innerhalb der letzten Monate ergaben die Tatsache, dass ich Me/CFS habe. Es steht auch noch MCAS im Raum, dass wurde bisher noch nicht attestiert.
Ich arbeite seit 4 Monaten nicht mehr, kann mein Leben nicht mehr so ausüben wie zuvor und muss mich jetzt nach all dem Leiden meinerseits von meinem einzigen Hobby trennen, da ich es nicht mehr ausführen kann. Nicht mental, nicht körperlich – mein eigenes Pferd. Ich habe immer wieder gute Tage und konnte mich bisher eine ganze Woche stabil halten, bis ich dann wieder in einen Crash gelaufen bin. Wieder mit dem Besuch im Krankenhaus, da meine linke Körperhälfte anschwillt und komplett taub wird. Ich versuche immer wieder den Glauben daran zu fassen, dass ich es schaffen kann doch an einigen Tagen wo PEM siegt, liege ich nur im Bett und kann gar nichts. Das zerrt sehr an mir. Mein Leben ist nicht mehr das, was es zuvor war und die Menschen um mich herum, sind nicht mehr so viele wie zuvor.
Das ist die Kurzfassung, da ich erst vor 4 Tagen zurück aus dem Krankenhaus gekommen bin und noch nicht genug Kraft habe so viel zu schreiben. Ich möchte aber, dass jene von uns die können, ihre Stimme zeigen.
Ich hoffe das hilft und ich danke für dieses tolle Projekt und die Möglichkeit dahinter.
Liebe Grüße
Gabriela